Andy Stoch macht Mut – als Landesvorsitzender, der die Zuhörer überzeugt

Veröffentlicht am 20.04.2019 in Kreisverband

Andy Stoch war vor kurzem zu Besuch in Löffingen, und ist dabei einer Einladung des Ortsvereins Neustadt und des Ortsvereins Löffingen gefolgt. Dabei begeistert und überzeugt er als Person. Als Erklärer von Standpunkten in der Politik. Als Zuhörer der nicht Ideologien verhaftet ist, sondern erfahren will, welche Themen und damit Sorgen den Bürgerinnen und Bürgern das Bauchgefühl bestimmen. Dass er überzeugt wird auch an den Folgetagen klar, an denen noch Stimmen von Besuchern der Veranstaltung, teils auch ungefragt, abgegeben werden.

Zunächst stand Andy Stoch nach der Begrüßung durch Kreisrat Norbert Brugger, der den Kontakt zum Landesvorsitzenden hergestellt hat,  eine Stunde der SPD-Öffentlichkeit aus drei Landkreisen (Schwarzwald-Baar, Waldshut-Tiengen und Breisgau-Hochschwarzwald) zur Verfügung.  SPD intern spricht er die Kritik an Andrea Nahles an. Die SPD Basis möge zur Vorsitzenden in der Bundes SPD stehen wie sie will. Es bleibt festzuhalten, dass es ihr gelingt, die verschiedensten Strömungen in der SPD zusammen zu halten.  Überhaupt ist es wichtig, dass die SPD in der Frage über den Umgang miteinander und vor allem mit dem Führungspersonal deutlich mehr Respekt an den Tag legt. Den Umgang mit Martin Schulz findet er, trotz aller Fehler die gemacht wurden, unmöglich. Die Lagerbildungen vor der Wahl zum Vorsitz der Landes SPD? Katastrophal. Es wird nach seinen Worten Zeit, dass die augenzwinkernd ausgerufene Bewegung „Sozialdemokraten in der SPD“ sich zu Wort meldet und sich gegenseitig stützt. Gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ist es wichtig, dass wir uns um das Bauchgefühl kümmern. Die Themen die dort grummeln, sich Raum suchen und die Wähler für Strömungen empfänglich machen, müssen wir ansprechen und Lösungen bieten. Und uns vor allem nicht gegenseitig beharken.

Über 40 Personen misst die Zahl der Zuhörer nachdem die geladenen Mandatsträger aus den Gemeinden und im Kreis sowie die Bevölkerung dazu stößt. Seine Rede, ein flammendes Plädoyer für Europa. Klimawandel national lösen? Handelsfragen auf Ebene von europäischen Einzelstaaten gegenüber USA und China klären? Wer nicht mit den Großen am Tisch sitzt wird verspeist. So das Szenario von Andy Stoch mit Blick auf den Glauben mancher europäischer Staaten im Alleingang außerhalb der EU am Tisch der großen Handelsnationen  eine Stimme mit Gewicht Stimme zu haben.
Weitere Themen: E-Mobilität. Sie wird kommen, aber der Verbrenner wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Wichtig ist, dass die großen Autohersteller das Umdenken schaffen, und die Anforderungen zukünftiger Mobilität erkennen. Damit die Veränderung bei den Beschäftigtenzahlen nicht zu hart ausfällt.

Ärzteversorgung? Die SPD möchte Ärztezentren einführen, die bereits in Gemeinden zwischen 5.000 bis 10.000 Einwohnern die Versorgung sichern, und der Bevölkerung im ländlichen Raum das gute Bauchgefühl giben, dass die Versorgung vor Ort möglich ist.

Natürlich die kostenfreie KiTa. Und dabei gibt er auf Nachfrage des BM von Löffingen auch die Zusage, dass die SPD keine Versprechen an die Kommunen zu Kostenübernahmen gibt, die später wieder abgeschmolzen werden. Sofern die SPD das dann auch in der Hand hat. Dass die Forderung nach der kostenfreien KiTa dabei der Beginn und das Fundament einer gelingenden Bildungskarriere ist, wird von ihm nicht nur aus der Erfahrung als Kultusminister argumentiert, er flankiert es sogar mit Aussagen von Bildungsökonomen. Für Andy Stoch eine wichtige fachliche  Unterstützung neben den reinen Bildungsexperten.

Die derzeit „kommunalfeindlichste Landesregierung seit langem“ solle bitteschön gegenüber den Kreisen und Kommunen auch mehr Vertrauen schenken was die Abrechnung der Kosten für die Flüchtlinge anbelangt. Es ist unverantwortlich, durch die schleppende und bürokratische Abrechnungsweise die Kostenträger vor Ort in Liquiditätsschwierigkeiten zu bringen.

Der Wunsch nach einer Reduzierung von Regeln, die uns nur deshalb überfluten, weil in unserer heutigen Gesellschaft der Vollkaskomentalität sofort nach dem Schuldigen gesucht wird treibt ihn um. Manchmal wären 95 % Regelung auch schon ein Erfolg.
 
Andy Stoch verabschiedet sich und lässt die SPD Mitglieder mit einem Gefühl des Rückenwindes zurück. Am Ende der Veranstaltung sind die Zuhörer überzeugt, dass Sie einen respektable Persönlichkeit und Glücksfall für die SPD Baden-Württemberg getroffen haben. Einen Landes- und Fraktionsvorsitzenden den man gerne in verantwortlichen Positionen wieder treffen würde.

Dieter Köpfler

 

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