Nachlese Bundestagswahl

Veröffentlicht am 08.10.2017 in Bundespolitik

Die Bundestagswahl liegt hinter uns. Wir haben die letzten Monate gekämpft, im Kreis, in den Ortsvereinen, im privaten Umfeld. Das Ergebnis kann man leider nur enttäuschend nennen. Die AfD hat es geschafft, den Wahlkampf pressemäßig zu dominieren. Mit Inhalten generiert man keine Schlagzeilen, so bedauerlich das ist. Als Sozialdemokratin und als Mitglied des Reichsbanners ist es für mich nur schwer zu ertragen, dass jetzt wieder Nazis im Reichstag sitzen. Zu glauben, dass dadurch irgendetwas in unserem Land besser werden könnte, ist absurd. Der sogenannte "kleine Mann" ist der große Verlierer dieser Wahl!

Die klare Aussage von Thomas Oppermann und später auch von Martin Schulz, dass es für uns jetzt nur Opposition heißen kann, begrüße und unterstütze ich von Herzen. Eine AfD als Oppositionsführer muss verhindert werden und noch vier Jahre weiter große Koalition wäre eine Katastrophe für Deutschland geworden. Das Ergebnis bei der nächsten Wahl mag sich wohl niemand ausmalen. Es gibt viele Menschen, für die es einen großen Unterschied macht, ob die SPD regiert oder nicht. Dies gilt es in den nächsten Jahren aufzuzeigen.

Der Wahlkampf in unserem Kreis gestaltet sich immer etwas schwieriger. Unser Landkreis hat drei Wahlkreise zu bedienen und ist überall nur "Juniorpartner". Trotzdem haben wir es gut hinbekommen. Die inhaltlichen Veranstaltungen haben wir verteilt, das Kreissommerfest ist insbesondere unseren beiden jungen Kandidaten zu Gute gekommen, wir waren auf den Märkten und Plätzen präsent und haben unsere Kandidaten mit aller Kraft unterstützt. Und alle drei haben ein deutlich besseres Ergebnis bei den Erst- als bei den Zweitstimmen eingefahren.

  • Julien Bender hat 22,7% geholt bei 17,5% für die SPD.
  • Jonas Hoffmann 21,1% bei 17,8%.
  • Und Rita Schwarzelühr-Sutter hervorragende 24,1% bei nur 16,4% für die Partei.

Wir gratulieren allen dreien zu ihrem Ergebnis und bedanken uns von Herzen für ihren monatelangen Einsatz und harten Kampf!

Leider hat damit nur Rita den (Wieder-)Einzug in den Bundestag geschafft, da sie über die Liste abgesichert war. Für Julien und Jonas hat es nicht gereicht, so dass wir nun in großen Teilen unseres Kreises keinen Landtags- und keinen Bundestagsabgeordneten mehr haben. Das wird die Arbeit in den nächsten Jahren noch schwerer machen und bedeutet, dass wir als Kreis noch mehr werden leisten müssen.

Bei allem Schatten gibt es aber zwei Dinge, die mich doch gefreut haben. Zum einen ist in meinem Heimatort Sölden bei der Wahlbeteiligung die 90%-Marke überschritten worden. Und zum anderen sind seit gestern Abend schon wieder 1500 Menschen in die SPD eingetreten. Es lohnt sich, für unsere Demokratie und für unsere SPD einzustehen.

Birte Könnecke

 

Homepage SPD Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald

Dr. Birte Könnecke

Linkbutton Birte Könnecke

Aktuelles

12.12.2017 14:23 Mit Verantwortung und Visionen nach vorn
Drei Tage intensiver Debatten – kontrovers, inhaltlich stark und durchweg fair: Der Bundesparteitag der SPD stand nach dem schmerzhaften Ergebnis bei der Bundestagswahl und mitten in der Frage nach einer Beteiligung an einer Regierung vor großen Herausforderungen. 600 Delegierte und der Parteivorstand diskutierten in Berlin leidenschaftlich über neue Wege in eine bessere Zukunft – für

12.12.2017 14:13 SPD-Fraktion beschließt Antrag zur Bekämpfung von Steuerdumping
Die SPD-Bundestagsfraktion hat am Montag einen Antrag zur Bekämpfung von unfairem Steuerwettbewerb beschlossen. Mit dem Antrag werden neue Maßnahmen gegen unfairen Steuerwettbewerb innerhalb und außerhalb der Europäischen Union vorgeschlagen. Dabei steht die Verschärfung der Kriterien für unfairen Steuerwettbewerb, die Einführung von Mindeststeuersätzen in der EU und die Stärkung der nationalen Abwehrrechte im Mittelpunkt. Der Antrag

12.12.2017 14:11 Glyphosat – Ausstieg schnellstmöglich und endgültig
Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich für eine nachhaltige Landwirtschaft ein, die aktiv Umwelt-, Natur-, und Tierschutzziele verfolgt. Die Anwendung von Totalherbiziden, wie glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel, trägt eindeutig nicht dazu bei. Deutschland muss aus der Anwendung endgültig aussteigen und den Rückgang der biologischen Vielfalt stoppen. „Die intensive Landbewirtschaftung mit hohem Pestizideinsatz ist die Hauptursache dafür, dass Bienen und

Ein Service von websozis.info

SPD im Web

Nils Schmid
Sigmar Gabriel
Lohndumping verboten
Landtagsfraktion Vorwärts Baden-Württemberg